Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe
Was bisher geschah: Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Als wir nach dem Joggen die
Treppe hochgingen, stand da eine junge Frau vor seiner Türe.
«Happy Birthday Max!» Trötete sie,
während sie ihm um den Hals viel.
«Hey Becky. Schön dich zu sehen.»
Meinte er, während nun auch er seine Arme um diese Frau schlang. Ich musterte
sie. Sie war gross, bestimmt eins siebzig und ihre langen blonden Haare gingen fast
bis zu ihrem schönen runden Po.
Nun bemerkte diese Becky mich.
«Oh hast du eine Freundin?» Meinte
sie, während sie sich aus der Umarmung löste und mir ihre Hand entgegenstreckte.
«Hey, ich bin Becky.»
«Hallo, ich bin Anna.» Meinte ich,
während ich ihre Hand nahm und sie schüttelte.
Maximilian schien die Situation
etwas unangenehm.
Als wir die Wohnung betraten,
standen wir alle etwas ratlos in dem Wohnzimmer.
«Wer möchte einen Drink?» Meinte
Becky und lief zu der Baar, die im Wohnzimmer an der Wand stand.
«Ich nehme einen. Anna braucht
nichts, sie geht Duschen.» Meinte Maximilian mit einer strengen angespannten Stimme.
Autsch, hat er mich wirklich aus dem Wohnzimmer geworfen? Ich stand da und
starte ihn an. Er schaute aber nur kurz zu mir und ging dann zu Becky an die
Baar. Also verliess ich das Wohnzimmer. Nun war ich schon etwas verwirrt, hatte
Maximilian heute Geburtstag? Wer war diese Frau? Und wieso warf er mich
praktisch aus dem Wohnzimmer?
Diese Fragen stellten sich mir
abwechslungsweise. Aber plausible Antworten wollten mir keine in den Sinn
kommen.
Als ich frischgeduscht und
umgezogen das Wohnzimmer betrat, sassen beide auf dem Sofa und schwelgten in
Erinnerungen. Beide lachten herzhaft und beide hatten ein Glas mit einer tiefroten
Flüssigkeit darin.
Diese Becky war also auch ein Vampir.
Wollte er mich deshalb aus dem Zimmer haben?
«Hey Anna, da bist du ja wieder.»
Meinte Becky freundlich, als sie mich im Türrahmenstehen bemerkte.
«Komm zu uns. Setz dich.» Meinte
sie, während sie auf dem Sofa ein wenig auf die Seite rutschte, um mir somit Platz
in der Mitte zu machen.
Ich setzte mich als zwischen die
beiden.
«Wie lange kennst du Max schon?»
«Ehrlichgesagt noch nicht so
lange.»
«Becky, hör auf, sie auszufragen.»
«Ich frage sie doch gar nicht
aus. Also was machen wir heute Abend?»
«Ehrlichgesagt hatte ich nichts geplant.
Bleiben wir doch einfach in meiner Baar.»
«Okay machen wir. Kommen die
andern auch, oder?»
«Ja, ich denke schon.»
«Oh cool, ich habe sie schon ein
Jahr nicht mehr gesehen, wird also Zeit» Meinte die blonde Schönheit lächelnd.
Ich wollte unbedingt mit
Maximilian kurz allein sprechen, um ihn zu fragen, wer diese Frau war und ob
ich zur Party heute Abend auch eingeladen sei. Irgendwie wäre ich ein bisschen
gekränkt, wenn nicht, da ich mich wirklich gut mit Max verstand. Aber andererseits,
wäre es mir auch unheimlich an eine Party zu gehen, auf der es wahrscheinlich
von Vampiren nur so wimmeln wird.
Warte mal war die Baar vielleicht
immer voll mit Vampiren, hiess sie deshalb World Vamp. Bar?
Dies musste ich Max unbedingt
auch noch fragen, aber er schien kein grosses Bedürfnis zu verspüren, mit mir allein
zu sprechen. Er sass lässig auf dem Sofa und tippte etwas in sein Handy.
Kurze Zeit später klopfte es an
der Türe, Max stand auf und öffnete sie. Ich konnte nicht sehen, wer
reingekommen war, aber die tiefe Stimme kam mir bekannt vor und als er das
Wohnzimmer betrat, sah ich, dass es Raul war.
«Hey Anna, bist du dann so weit?»
Verblüfft schaute ich in die
Runde, soweit für was?
Becky schien ebenfalls verwundert
und Max starrte den Boden an.
Okay, ich verstehe, ich war also
nicht eingeladen und wurde zu Raul abgeschoben.
«Ich hole nur noch kurz meine Tasche.»
Meinte ich und stand energisch auf. Im Schlafzimmer schnappte ich meine Handtasche
und aus meiner Reisetasche eine Jeans und ein T-Shirt. Ich wusste ja
schliesslich nicht, wie lange ich bei Raul bleiben sollte.
«Hey Anna sei nicht sauer. Glaub
mir, es ist zu deinem Besten.»
Ich drehte mich um und hinter mir
stand Max.
«Nein, ich bin nicht sauer, alles
gut. Wieso sollte ich auch sauer sein?»
«Anna, ich kann Gedanken lesen
und weiss, dass du sauer bist. Also können wir diesen Teil der Unterhaltung
einfach überspringen und kommen gerade zu dem Teil, bei dem ich dir erkläre,
dass ich es überhaupt keine gute Idee finde, wenn du in einer Baar mit lauter
Vampiren bist. Und ich dich gegen so viele Vampire nicht beschützen kann. Ganz
zu schweigen, dass mir der Ehrenkodex es nicht gestatten würde, gegen meinen
Clan zu kämpfen. Allein könnte ich dich in der Wohnung ja aber auch schlecht
lassen, so ganz ohne Schutz. Deshalb habe ich Raul um Hilfe gebeten. Er wird
heute Abend und Nacht auf dich aufpassen.»
«Du hast was?» Platzte es laut
und fassungslos aus mir heraus.
Maximilian schaute mich etwas verwirrt
an.
«Ich habe Raul um Hilfe gebeten.»
«Nicht das du Arsch. Du hast
meine Gedanken gelesen?»
«Ja.» Meinte er und es schien ihm
auch nur unangenehm zu sein, dass ich ihm das nicht einfach durchgehen lasse.
«Wie? Wieso? Hast du schon mal
etwas von Privatsphäre gehört?»
«Na ja ich kann, wenn ich mich
fest konzentriere, die Gedanken der Menschen lesen und zu dem wieso, du
schienst verärgert und ich wollte wissen weshalb.»
«Ein Gespräch war da
offensichtlich keine Option.» Entgegnete ich ihm sarkastisch.
«Nein. Ich dachte, es gäbe
weniger Drama, wenn wir nicht reden und siehe da, ich hatte recht.»
«Alles Gute zum Geburtstag.» Nuschelte
ich mit Blick zum Boden, während ich das Zimmer verliess.
«Ich bin soweit. Wir können
gehen.»
Raul stand auf und wir verliessen
die Wohnung. Becky rief uns noch zu, dass sie uns einen schönen Abend wünsche,
bevor die Türe ins Schloss fiel.
«Alles okay?» Wollte Raul wissen,
während wir die Treppe runtergingen.
«Ja.» Gab ich ihm einsilbig als Antwort.
Wie konnte ich mich nur in Max verlieben? Der gestrige Abend und der heutige Morgen
waren zwar verrückt, aber ich fühlte mich ihm nahe. So nahe habe ich mich schon
lange niemandem mehr gefühlt.
Als wir das Haus verliessen und
auf der Strasse standen, ging gerade die Sonne auf.
«Mein Auto steht gleich hier
vorne.» Meinte Raul und zeigt auf einen silbernen BMW.
Wir stiegen ein und fuhren zu
Rauls Wohnung. Die Fahrt verlief still. Ich war nicht gerade im Plaudermodus. Als
wir bei ihm angekommen waren, zeigte er mir sein Gästezimmer und ich verkroch
mich ein wenig darin und gab vor, ich packe aus. Er wusste ja nicht, dass ich
nur eine Jeans und ein T-Shirt dabeihatte.
Aber nach ein paar Minuten wurde
es mir auch schon langweilig und ich spazierte langsam in das Wohnzimmer. Auf
dem Weg bestaunte ich seine Einrichtung. Alles was in der Wohnung stand, wirkte
antik.
«Gefällt dir meine Einrichtung?» Raul
sass mit einem Drink auf seinem roten Stoffsofa und lass etwas in einem Buch.
«Ja. Es wirkt alles antik, woher
hast du das ganze Zeugs?»
«Na ja ich bin halt ein Sammler,
da kommt über die Jahre einiges zusammen.» Meinte er lächelnd.
«Du bist höchstens zwanzig, so
viel kannst du gar nicht gesammelt haben und das Zeugs sieht echt alt aus.» Gab
ich ungläubig zurück. Aber Raul schaute mich nur an.
«Wie soll ich sagen, der Schein
trügt manchmal.»
«Wie meinst du das? Sind die
Sachen alle neu und sehen nur so alt aus oder bist du…» Ich sprach nicht weiter,
denn eigentlich konnte es ja gar nicht sein, dass er schon so alt war. Selbst
wenn er die beste Verjüngungscreme benutzte, die es gibt. Aber die letzten Tage
haben mich gelehrt es gab nichts, dass es nicht gab. Oder?
«Wie alt bist du?»
«Ich bin nun zweihundertfünfzehn
Jahre alt. Die Zeit vergeht echt wie im Fluge.» Antwortete er. Seine Stirn lag
dabei in Falten und er stand auf und lief zum Fenster.
Ich musste erst einmal leer
schlucken. Man könnte meinen, dass mich mittlerweile nichts mehr so schnell
schockierte, aber so war es nicht.
«Maximilian hat heute meine
Gedanken gelesen, kannst du das auch?»
«Nein, ich bin ein Magier, wir
können solche Sachen nicht.»
«Was meinst du mit solche Sachen?»
«Wir sind neutral. Die Elfen
beschützen die Menschen und die Vampire zerstören sie. Wir Magier stehen da
irgendwie dazwischen und mischen uns nicht bei den Menschen ein.»
«Wie zerstören Vampire die
Menschen?»
«Na ja wenn man mal das
offensichtliche weglässt, das sie menschliches Blut als Hauptnahrungsquelle
brauchen, dann wäre da noch die Gedankenmanipulation.»
«Gedankenmanipulation, was ist
das?»
«Ein Vampire kann deine Gedanken
beeinflussen. Er kann somit dein Handeln und deine Erinnerungen lenken.»
Ich starte schockiert ins Leere.
«Mann nennt sie nicht einfach nur
so Monster der Nacht.»
Raul hatte recht, das waren wirklich
Monster. Sie lassen einfach unsere Gedanken und konnten diese beeinflussen.
Aber Maximilian wirkte gar nicht
wie ein Monster.
Okay, er lass meine Gedanken,
aber….
Warte hat er meine Gedanken auch beeinflusst.
Ich sprang aus dem Sofa auf.
«Beeinflusste Maximilian meine Gedanken
ebenfalls?»
«Woher soll ich das denn wissen?»
«Ich brauche frische Luft.»
Ich verliess die Wohnung und
drückte auf den kleinen runden Knopf, um den Fahrstuhl zu holen.
«Anna, du kannst nicht einfach
weg.» Rief mir Raul nach, während er mir hinterher sprintete.
«Doch kann ich. Keine Angst, ich
komme auch wieder zurück. Aber seit ich gestern hier gelandet bin, ist ziemlich
viel passiert und ich brauche Zeit um das alles zu verarbeiten. Also lass mir
bitte kurz Zeit, um mal kurz um den Block zu gehen.»
«Okay.»
Raul schaute mich besorgt an.
Der Aufzug öffnete seine Türen
und ich stieg ein. Wir schauten uns noch an, bis sich die Türen schlossen. Ich
atmete erleichtert auf als sich der Fahrstuhl in Bewegung setzte. Wo war ich da
nur hineingeraten?
Ich meine, es war ja schon mein
Ziel, auf meiner Reise eine Menge Abenteuer zu erleben. Damit meinte ich in
einen Wildwasserpark auf der gefährlichsten Rutsche hinunterzurutschen oder mit
einem Elefanten durch den thailändischen Wald reiten. Ganz bestimmt nicht so was.
Während ich so durch die Strassen
lief, wurde mir klar, dass auch so sehr ich mich dagegen wehrte, ich nichts
gegen mein Schicksal machen konnte und ich nur einen Ausweg aus dem ganzen
Schlamassel hatte. Ich musste die Lampe so schnell wie möglich dem Wächter übergeben.
Dann wäre das alles vorbei und ich könnte wieder nach Hause und Maximilian
vergessen. Irgendwann würden meine Erinnerungen an dieses Abenteuer verblassen
und ich würde mich fragen, ob das wirklich alles passiert sei. Es würde zwar wahrscheinlich
ein paar Jahre gehen. Aber möglich war es durchaus.
Und so geht es weiter: Kapitel 8 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Eure Ava Meier versucht zu schreiben...
Kapitel Übersicht:
Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 3 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 4 Die Botin Der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 5 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 6 die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 8 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 9 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 10 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 11 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
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