Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe

 


Der Wind trieb mir die Tränen in die Augen und der Regen peitschte mir ins Gesicht.

Es konnte nicht mehr allzu weit sein, dachte ich, während mich ein Windstoss fast von der Strasse fegte.

Plötzlich sah ich durch den Regen ein Licht oberhalb war auf einem Schild zu lese: World. Vamp. Bar.

Ich habe sie gefunden. Dachte ich freudig, beim betreten der Bar.

«Grüss Gott. Am Tresen ist noch etwas frei.»

Meinte eine Stimme, während ich hinter mir die Türe schloss.

Als ich mich umdrehte, um zu sehen wer mit mir gesprochen hatte, zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Ein gut aussehenden Mann, schätzungsweise Mitte zwanzig, servierte gerade Drinks an einem kleinen runden Holztisch neben dem Eingang.

Ich schaute mich in der Gaststätte um. Sie war voll mit Leuten, die wild Durcheinanderredeten und es roch nach Schweiss und abgestandenen Alkohol.

Da mir immer noch ein bisschen kalt war, behielt ich meine dunkelgrüne Jacke noch etwas an und machte mich auf den Weg zur Theke.

Ich lies mich auf den einzigen noch freien Barhocker nieder.

«Na was darf ich bringen?»

Der hübsche blonde Barkeeper von vorhin, stand nun hinter der Bar und schaute mich fragend an.

«Nein, sag nichts, las mich raten. Ein Bier?»

«Kannst du Gedanken lesen? Was hast du für Biere?»

«Natürlich nur die Besten aus der Bethlehem-Brauerei. Lipizzaner Josef und die heilige Maria.»

«Interessante Biernahmen.»

«So ist es. Also das Lipizzaner ist das Helle, der Josef das dunkle und die Heilige Maria ist das Alkoholfreie.»

«Ich hätte in diesem Fall gerne ein Lipizzaner.»

«Ein helles kommt sofort. Woher kommst du? Du hast einen interessanten Dialekt.»

«Aus der Schweiz, genauer gesagt aus Zürich.» Antwortete ich und zog dabei meine Jacke aus.

«Aus der Schweiz?» Meinte der Mann, der neben mir stand, interessiert. Er war komplett im Gothic Style gekleidet und seine Augen waren so dunkel, sodass sie schon fast schwarz schienen.

Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter.

Der Barkeeper holte eine Flasche aus der Schublade unter der Bar. Sie war mit einer roten dickflüssigen Flüssigkeit gefüllt. Er schenkte etwas davon in ein Glas. Dieses gab er dann dem Mann neben mir.

«Hier dein Drink und nu lass die Frau in Ruhe.»

Der Mann nahm den Drink und verliess die Bar.

«Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen.»

«Halte dich von ihm fern, er ist gefährlich.»

Ich nahm mein Bier und trank einen grossen Schluck.

«Und, was machst du in Wien?»

«Später möchte ich noch das Dojo W.J. besuchen. Dort findet heute ein Kampf statt.»

Seine Mine verfinsterte sich.

«Woher kennst du das W.J.?»

«Mein Trainer erzählte mir davon.»

Er entspannte sich sichtlich wieder und sein bezauberndes Lächeln breitete sich wieder über seinem Gesicht aus.

«Du trainierst?»

«Ja seit meinem sechsten Lebensjahr. Aber jetzt bin ich mal daran mit Fragen zu stellen. Fangen wir mit einer Einfachen an, wie heisst mein Beschützer, der aber auch ziemlich neugierig ist?»

«Ich bin Maximilian Wagner sehr erfreut.»

Er streckte mir seine Hand entgegen, ich nahm und schüttelte sie.

«Ebenfalls sehr erfreut. Ich bin Anna, Anna Schmid.»

«Bin ich nun wieder an der Reihe, Fragen zu stellen?»

«Hmm Nein. Woher kennst du das W.J.?»

«Ich trainiere gelegentlich dort.»

«Wieso hast du den Typ vorhin weggeschickt? Na ja du flirtest offensichtlich mit mir. Warst du vielleicht eifersüchtig?»

«Ah ich sehe schon, jetzt kommen wir zu den schwierigeren Fragen. Auch wenn es dich enttäuscht, nein, ich wollte nicht mein Revier markieren, sondern dieser Typ ist wirklich gefährlich. Das meine ich tot ernst, also halte dich von ihm fern.»

«Ich sag es noch einmal, ich kann auf mich selbst aufpassen.»

«Okay okay, schon gut. Kommt nicht noch einmal vor, versprochen. Aber jetzt bin ich wieder daran mit Fragen zu stellen. Ich habe bald Feierabend, darf ich dich ins Dojo begleiten?»

Seine stahlblauen Augen funkelten in dem dunklen Licht.

So eine starke Anziehung fühlte ich schon lange nicht mehr. Er war wunderschön und mysteriös.

Genau dies machte seinen Charme aus.

«Von mir aus gerne. Aber nur weil ich nicht genau weiss wo es sich befindet und das Wetter zu schlecht ist, um es lange zu suchen.» Witzelte ich.

Maximilian bückte sich und holte seine Jacke unter der Bar hervor.

«Jakob übernimmst du mal?»

«Kein Problem.»

Ich schnappte mir ebenfalls meine Jacke, die immer noch nass war und lief Maximilian nach.

«Sauwetter heute.» Meinte Maximilian, während er sich durch den Wind kämpfte.

«Ist das Dojo weit weg?»

«Nein nicht besonders. Wir können zu Fuss gehen.»

Und so geht es weiter: Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Eure Ava Meier versucht zu schreiben...

Kapitel Übersicht:

Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 3 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 4 Die Botin Der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 5 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 6 die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 8 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 9 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 10 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 11 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Checkliste für deine Geschichte

Weshalb jede gute Geschichte einen Konflikt braucht!