Kapitel 3 Die Botin der Elfenlampe
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Ich öffnete meine Augen. Von der
Sonne geblendet, brauchte einen kurzen Moment, um mich zu orientieren.
Mein ganzer Körper schmerzte und
ich schaute an meinem nackten Körper hinunter. Er war übersät mit blauen
Flecken. Bruchteilhaft brachen nun die Erinnerungen von gestern über mich
hinein. Wie ich im Dojo gegen die Wand geschleudert wurde, den Kampf, Maximilians
schwarze Augen. Die unglaubliche Nacht mit ihm.
Ich schaute mich im Zimmer um,
das Bett in dem ich mich befand, war weich und äusserst bequem. Aber Max war
nirgends zu sehen. Ich hielt Ausschau nach meinen Kleidern, aber auch diese
waren verschwunden.
Jetzt viel es mir wieder ein,
meine Kleidung habe ich im Badezimmer über den Heizkörper zum Trocknen
aufgehangen und die Kleidung, die ich von Max bekam, lagen auf dem Küchenboden.
Ich schlang die Decke um meinen
Körper und ging in den Flur.
Max sass auf dem Sofa und schaute
irgendwas im Fernseher. Als er mich sah, stand er auf und kam auf mich zu.
«Hast du gut geschlafen?»
«Ja danke du auch?»
«Ja. Hast du Hunger? Ich könnte
dir ein Spiegelei machen.»
Ich konnte es kaum glauben, sein Gesicht
war vollständig geheilt, man konnte nichts mehr von seinem blauen Auge sehen.
«Wie?»
Ich schaute ihn fassungslos an.
«Wie konnte das so schnell
heilen?»
Ich strich ihm über sein Gesicht,
obwohl es warm in der Wohnung war, war seine Haut immer noch kalt.
Er wich meiner Berührung aus.
«Es war nicht so schlimm. Ein wenig
Eis und ein guter Schlaf können da Wunder bewirken.»
Das konnte doch nicht sein, mein
Körper sah aus wie ein Dalmatiner, der Blau gepunktet war und er sah aus, als
wäre nichts gewesen. Irgendetwas war hier komisch. Seine Haut war immer kühl,
ich sah ihn nie etwas essen oder trinken und seine Wunden verheilten auf
wundersame Weise.
Das klingelnde Handy riss mich
aus meinen Gedanken. Ich lief zu meiner Tasche, die immer noch im Flur stand
und kramte dann in meiner Tasche nach dem Handy. Mist, wieso hatte ich nur
immer so grosse XXL-Handtaschen, darin etwas zu finden, glich einer
Unmöglichkeit. Dachte ich mir und während ich suchte, viel mir mein Tattoo am
linken Handgelenk auf.
Erschrocken starrte ich darauf.
Wie? Das war doch gestern noch nicht da. Ich versuchte es wegzuwischen, aber es
liess sich nicht entfernen.
Das erneute Klingeln meines
Handys liess mich das Tattoo wieder vergessen, ich schaute auf das Display.
Sieben entgangene Anrufe war darauf zu lesen. Ich entsperrte es und sah, dass
mich mein Vater zweimal versucht hatte zu erreichen und mein Bruder fünfmal.
Ich wählte die Nummer meines
Bruders, dieser ging auch gleich nach dem ersten Klingeln ran.
«Anna
Gott sei Dank. Du musst sofort nach Hause kommen. Die Oil Kompanie Klingli wird
verklagt. Es sieht nicht gut aus, wir brauchen nun alle, um die Klage
abzuschmettern. Ich muss dir wohl nicht sagen, wie wichtig dieser Kunde für
unsere Kanzlei ist. Es muss uns gelingen, denn die Negativpresse können wir uns
nicht leisten. Nicht nachdem, was letztes Jahr mit dem Fall Hauser passiert
ist.»
«Kein Problem, ich nehme den
nächsten Flug nach Hause.»
«Schick
mir die Flugdaten, ich komme dich am Flughafen abholen.»
«Okay bis gleich.»
«Bis
später.»
«Alles in Ordnung.»
Ich drehte mich um und sah das
Max hinter mir stand.
«Nein der grösste Klient der Kanzlei
wird verklagt. Ich muss gehen.»
Meinte ich, während ich ins
Badezimmer lief, um mich anzuziehen.
«Aber wieso ist das dein Problem,
du bist doch hier und ich nehme an, du hast Ferien.»
«Nicht ganz, ich nahm mir ein
Jahr Auszeit, bevor ich in die Familienkanzlei mit einsteige. Neun Monate war
ich nun auf Reisen, aber jetzt muss ich nach Hause und meinem Vater und meinem
Bruder helfen, sonst gibt es in drei Monaten keine Kanzlei mehr, in die ich
einsteigen könnte.»
«Du bist Anwältin?»
«Ja.»
«Aber du meinst jetzt nicht die
Anna Schmid und meinst die Kanzlei Schmid? Die exklusive Schweizerkanzlei, die
fast alle grossen Firmen vertritt?»
«Doch genau dies meine ich.
Mittlerweile nicht mehr ganz so viele wie auch schon. Da wir letztes Jahr einen
grossen Fall verloren, daraufhin sprangen viele Klienten ab und gingen zur
Konkurrenz. Noch so etwas können wir uns nicht leisten»
Mittlerweile hatte ich mich
vollständig bekleidet und stand wieder im Flur. Als ich meine Handtasche anhob,
viel mir auf, das sie aussergewöhnlich schwer war. Ich stellte sie ab, um zu
schauen, weshalb. Nachdem ich ein wenig darin herumgekramt habe, viel mir etwas
Eisernes in die Hand. Ich staunte nicht schlecht, als ich sie herausgezogen
habe, es war eine kleine Oil-Lampe. Sie war wunderschön mit kleinen Vögeln
verziert. Ich starrte sie an.
«Woher hast du sie?» Wollte
Maximilian barsch wissen.
«Ich weiss es nicht. Sie gehört
mir nicht.»
Entsetzt starrten wir beide auf
die Lampe. Wie kam diese nur in meine Handtasche.
«Anna, hast du eine Ahnung wie
wertvoll diese Lampe ist?»
«Nein ich sagte ja bereits, ich
weiss nicht was das für eine Lampe ist. Ich habe sie zuvor noch nie gesehen und
weiss nicht, wie sie in meine Handtasche gekommen ist.»
Entgegnete ich ihm genervt.
«Setz dich, wir müssen reden.»
«Nein, ich habe keine Zeit. Ich
muss ins Hotel meine Sachen holen und dann nach Hause. Wenn du möchtest, kannst
du sie gerne behalten.»
Er starrte auf mein Tattoo auf
meinem Handgelenk.
«Das geht nicht, die Lampe hat
dich gefunden. Der Wächter muss sie dir gestern beim Kampf in die Tasche
gesteckt haben. Du bist nun die Wächterin und musst sie beschützen. Das
Schicksal der Elfen liegt nun in deinen Händen.»
«Für diesen scheiss habe ich nun
wirklich keine Zeit. Ich muss mich um wichtige Sachen im echten Leben kümmern
und habe keine Zeit für diesen Elfen Quatsch.»
Ich legte die Lampe auf den Boden
und stand auf.
Aber Maximilian hielt mich meinen
Schultern fest, so fest, dass es ein bisschen wehtat. Ich konnte mich nicht
bewegen und Max schaute mir eindringlich in meine braunen Augen.
«Du musst die Lampe beschützen,
ich meine es Ernst.»
Seine Mine wirkte versteinert und
sein Blick starr. Ich nickte eingeschüchtert und warf, als er mich losliess,
die Lampe in meine Tasche und verliess fluchtartig Maximilians Wohnung.
Der Typ war doch verrückt!
Erzählt etwas von Elfen, jeder Erwachsene Mensch weiss doch das so was wie
Elfen nicht existierten.
Im Hotel angekommen warf ich
meine Sachen in den Koffer und versuchte im Badezimmer mein Tattoo von meinem
Handgelenk zu wischen. Aber es liess sich auch mit Wasser nicht entfernen.
Wie zum Teufel kam ich nur zu
diesem Tattoo? Ich hatte gestern ja schon etwas getrunken, aber ich hatte
keinen Filmriss und ich war mir auch sicher, dass ich mich an einen Besuch in
einem Tattoo Studio erinnern könnte.
Was war das nur für eine verrückte
Nacht gestern?
In dem Taxi auf dem Weg zum Flughafen buchte ich noch schnell einen Flug nach Zürich und schickte meinem Bruder Leon meine Flugdaten.
Und so geht es weiter: Kapitel 4 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Eure Ava Meier versucht zu schreiben...
Kapitel Übersicht:
Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 3 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 4 Die Botin Der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 5 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 6 die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 8 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 9 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 10 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Kapitel 11 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
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