Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe




Nach einem ungefähr 10-minütigen Fussmarsch hatten wir unser Ziel erreicht. Zum Glück hatte ich Maximilian dabei, denn allein wäre es schwierig geworden, das Dojo zu finden. Denn es befand sich im Keller eines Kinos.

Als wir das W.J. betraten, war die Stimmung schon sehr gut. Alle schienen sich auf den Kampf zu freuen.

Beim Empfangstresen musste man die Tickets kaufen.

«Zwei bitte.» Meinte Maximilian, als er dem Verkäufer das Geld gab.

«Danke, die Biere gehen auf mich.» Meinte ich zu Max, während wir die Halle betraten. In der Mitte befand sich der Ring, rund herum hatten sie weisse Klappstühle hingestellt. Neben dem Empfangstresen stand auch schon die Bar.

Das Dojo war um einiges kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte. Nur ein Gang führte von der Halle weg, dort mussten sich die Kabinen befinden, denn der Gang wurde von einem Bodyguard bewacht.

«Ich hole uns etwas zu trinken. Was möchtest du?» Wollte ich von Maximilian wissen.

«Nichts. Ich sichere uns schon einmal zwei Plätze.»

«Bist du dir sicher?»

«Ja vielleicht später.» Meinte er, als er in einer Stuhlreihe verschwand.

Es waren unglaublich viele Leute in diesem kleinen Dojo, ich stellte mich bei der Baar an.

«Guten Abend miteinander. Endlich ist es so weit, der Kampf, auf den wir schon so lange warteten. In wenigen Minuten wird er beginnen. Hier noch ein paar Fakten zu den Kämpfern. …..» Die Stimme im Lautsprecher redete weiter, ich hörte ihr aber nicht mehr zu.

«Ein Bier bitte.»

«Wir haben Bethlehembreu.»

«Gut dann bitte ein Lipizzaner.»

Ich nahm mein Bier und machte mich auf die Suche nach Maximilian.

In der dritten Sitzreihe entdeckte ich ihn, wie er sich mit einem Mann chinesischer Abstammung unterhielt.

«Hey Anna, das ist Mister Wong. Im gehört zur Hälfte das W.J.»

«Guten Tag Mister Wong, ich bin Anna Schmid.»

«Anna Schmid. Ramon hat mir von dir erzählt. Du bist seine beste Schülerin. Willkommen in meinem Dojo.» Mister Wong reichte mir seine Hand. Ich nahm und schüttelte sie verlegen.

Ein Typ rief Mister Wong und er verabschiedete sich von uns.

«Du hast ja richtige Fans hier. Mister Wong war ja richtig angetan von dir und das soll was heissen. Ich höre selten, dass Mister Wong mal ein Kompliment macht.»

«Mein Trainer hat masslos übertrieben, glaube mir.»

Der Kampf begann und alle Zuschauer setzten sich auf die Plastikklappstühle.

«Wie lange trainierst du schon hier?»

«Eine halbe Ewigkeit.»

Seine blonden etwas längere Haare waren immer noch nass von dem Regen. Seine Haut war blass, so als ob sie noch nie Sonnenlicht gesehen hätte. Dies brachte seine hellblauen Augen noch besser zu Geltung.

Kaum waren die ersten paar Minuten vom Kampf vorüber, stürmten etliche schwarz gekleidete Männer das Dojo. Sie gingen auf alles los, das sich ihnen in den Weg stellte.

Max und ich sprangen auf. Mein Herz schlug wie wild. Was war hier nur los?

Es entstand ein regelrechter Massenkampf, gemischt mit grosser Panik. Ich hörte überall schreie, konnte aber nicht verstehen, was sie schrien.

«Was ist hier los?»

«Bleib hinter mir. Ich bringe uns hier raus.» Meinte Max, während er sich schützend vor mich stellte und versuchte, aus den Stuhlreihen zu kommen. Zum Glück waren die Stühle nicht am Boden festgemacht, deshalb flogen sie nun auch durch die Gegend. Wir versuchten uns so gut es ging an allen vorbei zu quetschen. Doch da geschah es, ein Mann packte mich von hinten an meinem Oberarm und riss mich von Max weg.

Ich taumelte, konnte mich aber gerade noch so auf den Beinen halten. Der Angreifer holte mit seiner rechten Hand aus. Ich konnte gerade noch in Deckung gehen und brachte ihn mit einem Kick in seinen linken Oberschenkel zu Boden. Aber er stand schneller wieder, als ich schauen konnte.

Verdammt war der schnell, so was hatte ich noch nie gesehen. Er bewegte sich schneller, als ich wahrnehmen konnte. Er holte noch einmal aus, aber dieses Mal wurde ich von jemanden weggeschleudert. Ich flog an die Wand, mein ganzer Körper schmerzte, aber ich musste wieder aufstehen, sonst würde ich es nie in einem Stück hier raus schaffen.

Ich stand auf und begann zu rennen.

Kurz bevor ich die Eingangstüre erreicht hatte, sah ich nun auch wieder Max von hinten, er schlug gerade einen Angreifer nieder.

«Max, wir müssen hier raus.»

Schrie ich und packte ihn an der Schulter. Er drehte sich zu mir um und seine Augen waren schwarz, genauso wie auch die von meinem Angreifer von vorhin.

Erschrocken erstarrte ich. Was ist hier los?

Max packte meinen Oberarm und zog mich unsanft hinaus.

«Alles Okay?» Fragte mich Max, als wir auf der Strasse vor dem Kino standen.

«Deine Augen, sie waren ganz schwarz und deine Haut war voller schwarzer Venen.»

Ich schaute ihn an, aber man konnte nichts mehr erkennen. Er sah wieder aus wie zuvor.

«Das war bestimmt das Licht. Komm, wir müssen hier weg.»

«Meine Handtasche, sie ist noch da drinnen. Ich muss sie während dem Kampf verloren haben.»

Instinktiv wollte ich wieder rein.

«Nein, du gehst zurück zur Bar, ich hole sie.»

Er gab mir die Schlüssel und schupste mich in Richtung der Bar.

Völlig unter Schock begann ich zur Bar zu rennen.

Als ich bei der Bar ankam, war drinnen alles dunkel und die Türe war verschlossen. Erst jetzt begann ich wieder einen geordneten Gedanken zu fassen und ich schaute auf meine Hand, in der ich immer noch die Schlüssel von Max fest umklammerte.

Meine Fingernägel schnitten mir schon ins Fleisch, so fest hielt ich den Schlüssel.

Ich öffnete meine Hand und versuchte die Türe aufzuschliessen, aber meine Hände zitterten so fest, dass es mir nicht gelang.

«Brauchst du Hilfe?»

Ich erschrak und drehte mich um, da stand Maximilian. Wie konnte er nur so schnell hier sein?

Er lächelte und wirkte völlig entspannt.

Ich ging ein Schritt beiseite und gab ihm den Schlüssel.

In null Komma nichts hatte er die Türe offen und wir gingen hinein. Max schloss die Türe hinter uns zu und schaltete das Licht an.

Die Bar war leer und es roch nach abgestandenem Alkohol. Jetzt, da wir in der Wärme waren, wurde mir bewusst, wie kalt ich draussen hatte, dies nahm ich zuvor gar nicht war. Aber ich hatte nicht nur meine Handtasche vergessen, sondern auch meine Jacke.

Ich versuchte mich zu wärmen, indem ich mir über meine Arme strich.

«Du hast Glück, ich konnte deine Handtasche retten.»

Meinte Max und hielt sie triumphierend in die Höhe.

Auch Max war völlig durchnässt vom Regen, da er ebenfalls ohne Jacke geflohen ist. Aber im Gegensatz zu mir schien er nicht zu frieren. Das muss bestimmt das Adrenalin sein. Sagte ich mir.

Max ging hinter die Bar und stellte ein Shot Glas auf den Tisch und füllte dies mit Tequila auf.

«Hier trink das, es wird dich Wärmen.»

Ich kippte das Glas in einem Schluck hinunter und er füllte es wieder auf.

«Willst du dann gar nichts trinken?»

«Ich brauche gerade nichts. Mein Adrenalinspiegel ist noch zu hoch.»

Meinte er mit einem Lächeln im Gesicht. Erst jetzt viel mir sein blaues Auge auf. Er hatte ganz schön was abbekommen.

Ich stand auf und ging zu ihm hinüber und strich ihm über sein blaues Auge. Seine Haut war kalt.

«Tut das fest weh?»

«Nein.»

Mein Kopf war so nahe an seinem, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Einen kurzen Moment standen wir so da, dann mache er einen Schritt zurück.

«Ist dir kalt?»

Er legte seine Hand auf meinen Oberarm.

«Ein bisschen.»

«Ich wohne gleich obendrüber, wenn du willst, können wir raufgehen und ich gebe dir trockene Kleidung.»

Das hörte sich gut an, nicht nur weil mir wirklich kalt war, sondern ich wollte nach dieser aufregenden Nacht jetzt auch nicht allein sein. Bei Max fühlte ich mich sicher.

Er nahm meine Hand und führte mich zu einem Treppenhaus, dort liefen wir in den ersten Stock und er schloss die Türe auf.

Die Wohnung war ein Altbau, sie war jedoch sehr modern eingerichtet. Das warme Licht machte die Wohnung hell und einladend.

«Warte hier, ich bringe dir Kleider.»

Meinte Max, während er den Flur entlanglief und dann in einem der Zimmer verschwand.

Ich schaute mich im Flur um, die Wände waren weiss gestrichen und man konnte in das offene Wohnzimmer sehen, in dem ein beiges Sofa stand.

«Hier.»

Maximilian war schon wieder zurück und drückte mir eine schwarze Trainerhose und ein graues T-Shirt in die Hand.

Ich nahm die Kleider und schaute mich noch einmal im Flur um.

«Diese Türe geht ins Badezimmer.»

Meinte Max und zeigte mit dem Kopf auf die Türe, die sich links von mir befand.

Als ich mich umgezogen hatte, ging ich zurück in den Flur, die Türe hinter dem Sofa war geöffnet und man hörte Geräusche aus dem Zimmer.

Ich betrat das Zimmer, es war die Küche und Max war gerade dabei, ein Sandwich zuzubereiten.

«Hast du Hunger?»

«Nicht besonders.»

«Du solltest etwas essen, sonst hast du morgen einen rissen Kater.» Meinte er und streckte mir den Teller mit dem Sandwich darauf entgegen.

Ich nahm es und setzte mich an seinen dunkelbraunen Küchentisch, der sich in der Mitte des Raumes befand.

«Du isst nichts?» Wollte ich von ihm wissen.

«Nein, ich habe ja auch nichts getrunken.» Antwortete er, während er damit beschäftigt war, die Küche wieder aufzuräumen.

Das Sandwich schmeckte hervorragend. Die Senfsosse passte perfekt zu dem Putenbrustaufschnitt.

Als ich mit dem Sandwich fertig war, stand ich auf und nahm meinen Teller, kam aber nicht weit, denn auch Maximilian stand auf und hielt mich sanft an meinem Handgelenk fest.

Er schaute in meine braunen Augen und kam langsam mit seinem Kopf immer näher, bis er nur noch ein paar Millimeter von meinem Gesicht entfernt war. Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und küsste ihn.

Der Kuss war wild und innig. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich merkte, wie ich ihn wollte.

Seine Hand fuhr meinen Rücken hinunter und blieb auf meinem Arsch liegen. Mit der anderen Hand fuhr er langsam meinen Hals hinunter und dann über mein Dekolletee. Dies machte er so sanft, dass man die Berührung fast nicht spüren konnte.

Ich bekam Gänsehaut und meine Hände glitten durch sein blondes Haar.

«Du bist wunderschön. Ich liebe deine langen braunen Locken.»

Flüsterte Maximilian mir ins Ohr, während sich nun eine Hand in meinen Braunen langen Haaren vergrub.

Im nächsten Moment hob er mich hoch und setzte mich auf dem Holztisch ab, durch sein nasses T-Shirt konnte ich seine Muskeln spüren.

Ich zog ihm das T-Shirt aus, er war noch muskulöser, als ich gedacht hatte. Mein Körper bebte und ich konnte seine Lust in seinen Augen sehen.

Und so geht es weiter: Kapitel 3 Die Botin  der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Eure Ava Meier versucht zu schreiben...

Kapitel Übersicht:

Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 2 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 3 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 4 Die Botin Der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 5 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 6 die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 8 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 9 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 10 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Kapitel 11 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

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