Kapitel 6 die Botin der Elfenlampe
Was bisher geschah: Kapitel 1 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Bei Maximilian zu Hause
angekommen, gingen wir gleich in die Küche, wo er anfing zu kochen. Er schnippelte
Gemüse.
«Kann ich dir irgendwas helfen?»
«Ja du kannst die Sosse umrühren.»
Er drückte mir eine Holzkelle in die Hand und deutete auf den kleineren
Kochtopf.
«Mhhh das riecht schon verdammt
gut.» Meinte ich und es war auch so. Es roch nämlich himmlisch nach frischen Gewürzen
und Kräutern.
Als alles fertig war, nahm er
einen Teller und schöpfte, danach gab er mir den Teller und deutete mit dem
Kopf Richtung Küchentisch. Ich setzte mich und atmete den Dampf, der vom Teller
aufstieg, tief ein. Es roch herrlich, ich konnte es kaum erwarten zu essen.
Jetzt kam auch Maximilian an den
Tisch, ohne Teller, dafür mit Besteck für mich.
«Du möchtest gar nichts essen?»
Er setzte sich gegenüber von mir
hin.
«Nein.»
«Kannst du etwas essen?»
«Nein. Vampire ernähren sich ausschliesslich
von Blut.»
«Wieso kochst du dann?»
«Du musst essen und ich koche
sehr gerne. Dies gibt mir ein Gefühl von Normalität. Als Kind war ich der
Älteste und ich habe viel für meine vier kleineren Geschwister gekocht. Diese Erinnerungen
dienen mir heute als Erinnerungen, wofür ich Kämpfe.»
«Und wofür kämpfst du?»
«Das besprechen wir ein anderes Mal,
schliesslich soll ich dir ja über die Geschichte von dem dir bisher unbekannten
Wesen erzählen und nicht meine Lebensgeschichte.»
«Okay, du hast gesagt, die Lampe,
die wir beschützen, sei eine Elfenlampe. Was weisst du über Elfen?»
«Nein, ich sagte die Lampe heisst
Elfenlampe und dies auch nur umgangssprachlich, sonst heisst sie nämlich Lucerna
Dryadalis. Sie kann den Elfen ihre Magie wegnehmen. Diese brauchen sie aber, um
die Natur zum Blühen zu bringen und den Menschen unterbewusst gute Ideen zu bringen.
Elfen ernähren sich nämlich durch die Seelischen Verbindung zum Menschen und
umso besser es dem Menschen geht, umso besser geht es den Elfen. Wenn die Lampe
aber ihre Magie stiehlt, blüht nichts mehr, die Menschen können nichts mehr
ernten, dies führt zu Hungersnot und leid.»
«Und wer möchte die Lampe dann?»
«Na ja im Grunde genommen
niemand. Aber momentan ist die Lage ein wenig prekär, da ein kleinerer Krieg
zwischen den Elfen und dem Vampirclan Noctis herrscht.»
«Jetzt verstehe ich gar nichts
mehr. Ein Krieg? Was für ein Krieg und wieso? Und was zum Kuckuck ist ein
Vampirclan?»
«Als zwischen den Vampiren und
den Elfen herrschte bis jetzt immer ein Gleichgewicht. Es gab eine Abmachung,
sodass wir ihnen nicht in die Quere kamen und sie uns nicht. Denn Vampire und
Elfen können sich nicht leiden. Die Elfen sagen die Vampire bringen nur leid. Was
auch stimmt, aber wir haben genauso das Recht, auf der Erde zu wandeln wie sie
auch. Alles fing vor ein paar Monaten in Rom an. Auf einmal gab es eine Totesserie
von Elfen, da ihre Körper blutleer waren, waren sich die Elfen sicher, dass Vampire
dafür verantwortlich seien. Um ihr Volk zu schützen, nahmen sie massenhaft
Vampire gefangen. Da ja noch nicht geklärt war, wer überhaupt für die toten
Elfen verantwortlich sei, wurden massenhaft unschuldige Vampire festgenommen.
Sie wollen jetzt natürlich ihre Rasse ebenfalls schützen, aber die Elfen direkt
anzugreifen wäre blöd. Denn die Elfen sind stärker als wir, deshalb brauchen
sie die Lampe, um ihre Freunde aus der Gefangenschaft zu befreien.»
«Dann waren die Angreifer aus dem
Dojo auch Vampire?»
«Ja.»
«Wusstest du, dass sie angreifen
wollten? Hast du mich deshalb begleitet?»
«Nein, ich schwöre, ich wusste
nichts davon. Aber ich habe es gleich gemerkt beim Kämpfen. Sie waren stärker
und schneller als Menschen. Als du dann wieder in der Schweiz warst, ging ich
zu meinem Clan und versuchte so viel wie möglich über den Angriff
rauszubekommen. Da erfuhr ich dann vom Krieg in Rom, und dass sie auf der Suche
nach der Lampe waren. Aber du musst keine Angst haben, sie suchen zwar immer
noch danach, haben aber keine Ahnung, wo sie nun sein könnte.»
«Weiss man dann immer, wer die
Lampe hat normalerweise?»
«Nein. Ich habe keine Ahnung,
wieso sie wussten, dass sie im Dojo ist. Aber nun ist es schon spät, du musst
etwas schlafen, morgen erzähl ich dann weiter.»
«Nein, ich möchte mehr erfahren.»
Meinte ich entrüstet. Was dachte er sich eigentlich? Als könnte ich nach so
einem Tag einfach friedlich schlafen gehen? Ich war viel zu aufgebracht.
Schliesslich erfährt man auch nicht jeden Tag, dass es Vampire, Elfen und Hexen
gibt. Und man merkt auch nicht jeden Tag, das man sogar schon einmal einen
Vampirkampf überlebt hatte.
«Anna, dein Gehirn braucht Schlaf,
sonst bist du nicht leistungsfähig morgen. Ich hoffe, du verstehst, wie wichtig
es für dein Überleben ist, das du leistungsfähig bist, den nur weil die Vampire
noch nicht wissen, wo sich die Lampe befindet, heisst das nicht das sie nicht,
danach suchen. Im Gegenteil, sie suchen mit Hochdruck danach und solange du die
Lampe hast, bist du nicht sicher.»
«Wieso hilfst du mir?»
«Anna, ich sagte doch, wir reden
morgen weiter.»
«Beantworte mir nur noch diese
eine Frage, wieso hilfst du mir?»
«Na schön. In meinem Leben sah
ich schon so viele mir wichtige Personen sterben. Das ist der Nachteil, wenn
man unsterblich ist. Man verliert mit der Zeit alle um einen die einem wichtig sind.
Mittlerweile ist mir nur noch mein Vampirclan geblieben als Familie, wenn nun
aber Krieg zwischen den Vampiren und den Elfen ausbricht, wird es sehr viele
Tote geben und dies möchte ich verhindern. Um jeden Preis möchte ich den
Frieden zwischen den Rassen beibehalten.»
Ich sah in seine traurigen Augen,
man sah im an das es ihm schwer viel darüber zu reden. Da er seinen Teil der Abmachung
eingehalten hatte, stand ich nun auf und wollte meinen Teller abräumen.
«Lass nur, ich mache das. Ich
habe ja jetzt ein paar Stunden nichts zu tun, bis du wieder wach bist.»
«Brauchst du denn gar keinen
Schlaf?»
«Ich bin tot Anna. Nein ich
brauche keinen Schlaf.» Meinte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Offensichtlich
belustigte ihn meine Unwissenheit.
Wortlos ging ich in sein Schlafzimmer
und legte meinen Schmuck ab.
«Bediene dich aus meinem
Kleiderschrank, wenn du möchtest.»
Rief Max in das Zimmer hinein.
Ich ging zu seinem grossen
Kleiderschrank und öffnet ihn. Er war säuberlich aufgeräumt. Seine Hemden
hingen fein säuberlich aufgehängt. Die T-Shirts waren alle sorgfältig zusammengefaltet
und aufeinandergestapelt. Da ich da Bett ja für mich alleine hatte, entschloss
ich mich nur für ein blaues T-Shirt zum Schlafen.
Am nächsten Morgen fühlte ich
mich wie von einem Zug überfahren, das Schlafen viel mir schwer, immer wieder
hatte ich wirre träume von Zauberern und Elfen, aber auch böse Vampire kamen
darin vor.
Ich beschloss, das es wohl besser
war aufzustehen, auch wenn es erst vier Uhr morgens war. Als ich mich aufsetzte,
bekam ich nur schwer Luft. Mit letzter Luft schrie ich Maximilians Name. Dieser
kam gleich in das Zimmer gestürzt und rannte zu mir.
«Anna, du must atmen. Atme Anna.»
Aber so sehr ich das auch wollte,
es ging nicht und kurze Zeit später wurde mir schwarz vor Augen.
Als ich wieder erwachte, sass Max
neben mir auf dem Bett und hielt meine Hand. Meine rechte Seite des Halses
schmerzt, als ich mit meiner Hand über die schmerzende Stelle fuhr, merkte ich,
dass es dort nass war schnell schaute ich meine Hand an. Darauf war Blut. Ich
legte meine Hand wieder auf die Blutende stelle und setzte mich auf.
«Hast du mich gebissen?»
«Ja.»
Mein Herz schlug wie verrückt,
aber ich wusste nicht, ob das nun an der Situation oder an dem Vampirgift lag.
Ansonsten fühlte ich mich aber um einiges besser als vorhin. Ich war voller Energie
und ich hatte das Gefühl, ich könnte mit jedem Problem fertig werden. Ich
fühlte mich einfach grossartig.
«Ich habe Pflaster und Desinfektionsmittel
in meinem Badezimmer. Warte hier, ich hole es.»
«Nein schon gut, das mache ich
schon selbst.» Meinte ich und stand auf. Während ich ins Badezimmer lief,
merkte ich, wie mir Maximilian auf den Po starrte.
Lächelnd schaute ich mein
Spiegelbild an. Ich sah fabelhaft aus. Trotz des wenigen Schlafs hatte ich
keine Anzeichen für Augenringe und Max findet mich offensichtlich heiss. Dachte
ich freudig, doch dann viel mein Blick auf meinen Hals und ich bemerkte wieder,
weshalb ich eigentlich in das Badezimmer gekommen war.
Komisch, sonst wurde es mir immer
sofort schlecht, wenn ich Blut sah, aber nun hatte ich gar kein Problem damit. Im
Gegenteil, ich ging näher zum Spiegel und inspizierte meine Wunde genau. Ich
hatte zwei offenen runde Stellen am Hals. Diese müssen von den Zähnen sein. Ich
tupfte die Stelle mit dem Desinfektionsmittel ab. Zu meiner Überraschung brannte
dies gar nicht. Danach bedeckte ich die Einbissstelle noch mit einem Pflaster
und verliess dann das Badezimmer wieder.
Voller Elan ging ich zu Max in
die Küche.
«Ich fühle mich grossartig. Was
steht heute auf dem Programm? Oh, ich möchte unbedingt mit diesem berühmten Riesenrad
fahren und…»
«Langsam iss zuerst mal was.»
Max deutete mit dem Kopf auf den
Küchentisch, auf dem eine Tasse Kaffee stand und davor ein Teller mit Spiegeleiern
und Brot.
«Aber ich habe keinen Hunger, ich
möchte irgendetwas unternehmen. Ach, komm schon.»
Ich nahm seinen Arm und wollte
ihn aus der Küche ziehen, aber ehe ich mich versah, sass ich auf dem Stuhl vor
dem Tisch und wurde von Max, der mich an meinen Schultern festhielt, in den
Stuhl gedrückt.
«Wow, wie hast du das gemacht?»
«Mit Vampirgeschwindigkeit und
nun iss, dein Körper brauch Nahrung, um zu funktionieren.»
«Bin ich jetzt auch so schnell?» Wollte
ich von ihm wissen und versuchte blitzschnell aufzustehen, aber noch bevor sich
mein Po von dem Stuhl abheben konnte, wurde ich schon wieder etwas unsanft von
Max in den Stuhl gedrückt.
«Nein und jetzt iss.»
Appetitlos fing ich an, in meinem
Teller herumzustochern. Als ich aufgegessen hatte, meinte Max, ich solle mir
etwas Bequemes anziehen und dann würden wir mit dem Training weiter machen.
Zum Glück hatte ich in meiner Reisetasche
auch meine Trainingssachen gepackt.
Als ich umgezogen und startbereit
das Wohnzimmer betrat, sass Max auf dem Sofa und war mit seinem Smartphone
beschäftigt.
«Können wir.»
Meinte ich mit einem vorfreudigen
Lächeln auf den Lippen. Max sah nur halb so motiviert aus wie ich.
«Was willst du dann machen?»
«Ich dachte, wir üben ein wenig
Kampfsport, sodass ich die Lampe auch verteidigen könnte, wenn die Vampire sie
bei mir finden würden.»
Max fing an zu lächeln.
«Ah und du meinst, du hättest
eine Chance gegen Vampire?»
Ich wollte schon sagen, ja auf
jedenfall, aber ich lag schon auf meinem Rücken am Boden. Mist, ich wusste ja,
dass er schnell war, aber ich fühlte mich gerade so gut. Da dachte ich
zumindest ein bisschen könnte ich es mit ihm aufnehmen.
«Ich war ja auch gar noch nicht
bereit.» Meinte ich trotzig.
«Also bist du bereit?» Wollte er
von mir wissen, während er mir auf die Füsse half.
«Ja.» Kaum hatte ich es ausgesprochen,
lag ich auch schon wieder auf meinem Rücken.
So langsam ging mir seine
Vampirgeschwindigkeit wirklich auf die Nerven.
«Wenn du gegen einen Vampir
Kämpfen möchtest, musst du dein Vorteil die Überraschung sein. Sonst hast du
schlechte Chancen. Was meinst du, gehen wir eine Runde Joggen, bevor die Sonne
aufgeht?»
«Damit du mir mit deiner Vampirgeschwindigkeit
davonläufst? Nein, danke ich hatte heute schon genügend Niederlagen.»
«Ich passe mich deinem Tempo an
versprochen.»
Er schaute mich mit seinen grossen Hundeaugen an und machte dabei eine dicke Lippe. Natürlich konnte ich diesem Blick nicht widerstehen und sagte ja.
Und so geht es weiter: Kapitel 7 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Eure Ava Meier versucht zu schreiben...
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Kapitel 5 Die Botin der Elfenlampe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
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