Kapitel 7 Pferdestarke Liebe
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Der
schwarze Audi RS6 bog auf den Parkplatz ein. Instinktiv schauten wir drei zu
dem Auto hinüber. Er stieg aus. Wie immer war er elegant gekleidet. Eine
schwarze Anzugshose und ein hellblaues Hemd bedeckten seinen Körper. Er
lächelte zu uns hinüber. Oliver winkte ihm zu. Ich stand auf und Joggte lässig
zu ihm hinüber.
„Hallo.
Hast du gut her gefunden?“
„Ja
mit dem Navi war das kein Problem.“ Dazu machte er eine Kopfbewegung in
Richtung inneres des Autos.
Wir
umarmten uns kurz. Unsere Körper berührten sich nur ein paar Sekunden. Dies war
auch gut so, da ich ziemlich verschwitzt war. Dann ging er um seinen teuren
Sportwagen herum und öffnete den Kofferraum. Zum Vorschein kamen zwei Tüten
voller Essen.
„Wo
sind denn die anderen?“ Wollte Liam wissen.
„Gleich
da vorne. Komm ich stelle sie dir vor.“ Ich griff nach seinem Oberarm und zog
ihn zu unserem Lagerfeuer.
„Das
ist Oliver und Aline kennst du ja schon.“
Oliver
reichte Liam seine Hand und nickte ihm mit einem grossen grinsen zu und meinte:
“Sehr erfreut und nicht nur weil du uns unser langersehnter Döner bringst.“
Dies
war Typisch Oliver, immer zu einem Spässchen aufgelegt.
Dann
wendete sich Liam Aline zu. Auch sie gab ihm die Hand und hiess ihn Willkommen.
Liam
schaute sich um, wahrscheinlich um eine gute Sitzgelegenheit zu finden. Ja die Anzugshosen
passten nicht so gut in den Wald und zum sitzen auf dem blossen Waldboden schon
gar nicht. Aber Liam liess sich nichts anmerken und setzte sich neben Oliver.
Ich setzte mich neben Liam.
„So
und wer soll nun das ganze Essen essen?“ Meinte Liam und hielt dabei beide
Säcke voller Essen hoch.
„Na
wir. Du hast ja keine Ahnung wie hungrig einem das Reiten macht.“ Antwortete
Oliver und nahm ihm dabei einen der Säcke aus der Hand. Als er seinen in
Aluminium verpackten Döner hinausgenommen hatte, reichte er den Sack weiter zu
Aline.
„Da
hat Oliver Recht und dazu kommt noch, dass wir uns die letzten zwei Tage nur
von Proviant ernähren konnten.“ Meinte Sie und nahm sich ebenfalls einen in
Aluminium verpackten Döner hinaus.
In
der Zwischenzeit hatte ich mich schon am zweiten Sack bedient und Liam einen
gegeben und natürlich mir ebenfalls einen hinausgenommen. Voller Vorfreude fing
ich an den Döner auszupacken.
Naja
Aline hat vor Liam vielleicht etwas übertrieben. Eigentlich konnten wir uns
bisher nicht über die Verpflegung beklagen. Am ersten Tag nahmen wir uns
Sandwiches mit und für den Abend einen Einweg Grill, auf dem wir Burger Pattys
brateten. Zusammen mit den mitgebrachten Burger Brötchen, haben wir unsere
Bäuche mit leckeren Burgern vollgeschlagen. Gestern gingen wir in einem Örtchen
Einkaufen, das sich nicht weit von unserem Rastplatz befand und haben am Abend
über der offenen Feuerstelle Würste grilliert. Und morgen werden wir sogar in
einem Hotel absteigen. Also obwohl ich halb verhungert war, lag es nicht daran
das ich auf dieser Reise nichts Richtiges zu Essen bekam.
Genüsslich
biss ich in den Döner. Die Sosse lief mir dabei etwas den Mundwinkel hinunter
und auch etwas Fleisch viel dabei zu Boden. Ich hoffte Liam schaute nun nicht
zu mir hinüber. Dies wäre sicher kein sehr schöner Anblick. Aber natürlich
genau dann, wenn man es am wenigsten brauchen konnte, schauten die lieben
Männer natürlich zu einem. Auf seinem Gesicht breitete sich ein Lächeln aus.
Eines bei dem er leichte Krähenfüsschen um die Augen bekam.
Er
sah so süss aus. Nimm dich zusammen Sophia, dachte ich mir.
Mit
dem linken Zeigfinger wischte ich mir die Sosse von dem Mundwinkel und fing an
zu kauen. Der Geschmack des Fleisches und der Saftige Salat breitete sich mir
im Mund aus. Mann war dieser Döner lecker. Die würzige Cocktailsosse rundete
den Geschmack Perfekt ab.
Während
dem kauen schaute ich mich um. Dies war einer dieser Momente, an denen einfach
alles stimmte. Die Abendsonne erhellte den Wald in warmes Licht. Das Lagerfeuer
knisterte und der Wald roch einfach himmlisch. Dazu kamen noch die
Schmetterlinge, die wie wild in meinem Bauch flatterten. Ein Perfekter Moment.
Ich
schaute wieder zu Liam, dieser war ebenfalls gerade mit kauen beschäftigt. Als
er bemerkte dass ich ihn anstarrte, richtete er seinen Blick ebenfalls auf
mich. Ich konnte spüren wie die Schamesröte in mein Gesicht stieg. Mist wieso
musste das immer mir passieren?
Sobald
mich ein hübscher Typ ansah, lief ich rot wie eine Tomate an. Jedes Mal! Liam
schien mein Tomatengesicht zu bemerken, denn sein Grinsen wurde noch breiter.
„Wollen
wir nachher zum See reiten? Der ist nicht weit.“ Wollte Oliver mit vollem Mund
von uns wissen.
„Na
klar.“ Antwortete Aline wie aus der Pistole geschossen.
Mein
Blick lag immer noch auf Liam und mit einer Kinnbewegung nach vorne versucht
ich nonverbal Liam zu fragen, was er von der Idee hielt.
Dieser
drehte den Kopf nun zu Oliver und meinte: „Könnt ihr gerne, aber ich gehe
nachher wieder.“
„Was
nein!“ Protestierter Oliver. „Du bist seit Tagen der einzige Mann und du musst
mir doch helfen, mich gegen die zwei Girls zu wehren.“ Scherzte er.
„Nein
du kannst wirklich noch nicht gehen, du bist doch gerade erst gekommen. Komm
schon, bitte.“Ich setzte mein süssesten Blick auf und hoffte dass er hier und
jetzt dahin schmelzen würde.
Dies
tat er natürlich nicht, aber er erklärte sich einverstanden, noch zum See
mitzukommen.
Nachdem
wir alles aufgegessen hatten, standen wir auf und liefen zu unseren Zelten.
Liam schien etwas verblüfft.
„Wir
ziehen nur noch kurz die Badesachen an. Hast du Badesachen dabei?“
Liam
schaute nun noch verwirrte und meinte: „Nein.“
„Kein
Problem, Oliver kann er sich einer deiner Badehosen ausleihen?“
„Klar
doch.“ Antwortete dieser und verschwand dann kurz im Zelt. Als er wieder hinaus
kam hielt er einer bunten Badehose hinauf. Sie war keine enganliegende sonder
eine weite und wie ich annahm, von den knallbunten Farben her, nicht gerade
solche die Liam ich aussuchen würde. Dieser blickte die Badehose skeptisch an,
nahm sie aber dann ohne etwas zu sagen.
„Du
kannst dich nachher bei mir im Zelt umziehen.“ Schrie Oliver aus seinem Zelt.
Zufrieden verschwand ich in meinem Zelt, um mir mein oranges Rüschen Bikini
anzuziehen.
Als
ich wieder hinauskam, standen Oliver und Aline schon vor ihren Zelten.
Wir
schnappten die Zaumzeuge der Pferde und zäumten sie auf. In der Zwischenzeit
gesellte sich nun auch Liam zu uns. Skeptisch schaute er uns zu. Das letzte
Mal, als wir zusammen ausritten, war das auf den Poloponys. Diese waren
deutlich kleiner als das Freiberger Pferd, dass ich nun aufzäumte.
„Keine
Angst, Shadow ist ein ganz lieber.“ Als hätte Shadow verstanden was ich sagte
schüttelte dieser nun wie Wild seinen Kopf hin und her. Natürlich wollte dieser
nur eine Flieg von seinem Hals verscheuchen, aber es sah so aus als würde er
wie wild Nein sagen wollen. Liam schien Shadows Nonverbale Geste, etwas zu
erschrecken, denn er bewegte sich drei Schritte rückwärts.
Aline, Oliver und ich, führten die Pferde auf
den Waldweg.
„Ähm habt ihr nicht etwas vergessen? Wo sind
die Sättel?“ Wollte Liam wissen.
„Wir gehen mit den Pferden im See Baden. Da
brauchen wir keine Sättel.“ Antwortete ich, während ich eine Wurzel als
Aufstiegshilfe benutzte. Es brauchte etwas Anstrengung, aber in nu war ich
oben. Oliver und Aline taten es mir gleich, obwohl es beide wesentlich
einfacher hatten als ich. Denn mein Freiberger war mit 160 cm der grösste in
der Runde. Olivers Pinto Stute, Arabella war mit 148 cm deutlich kleiner.
Alines Haflinger Nero war mit 143 cm der kleinste in der Runde.
Als alle oben sassen schauten wir zu Liam.
Dieser stand wie angewurzelt an Ort und Stelle stehen.
„Zum See ist es schon ein Stückchen, du musst
schon Aufsteigen.“ Meinte ich lächelnd, während Shadow geduldig neben der
Wurzel wartete. Skeptisch ging Liam auf die Wurzel zu und schaute mich dann
prüfend an. Ich nickte ihm zu und reichte ihm meine Hand um ihm rauf zu helfen.
Als er oben, hinter mir auf Shadows Rücken sass, stützte er sich mit der einten
Hand auf Shadows Po ab. Um das Gleichgewicht zu halten und um sich
festzuhalten. Zwischen uns hätte noch eine Halbe Person Platzgehabt.
„Du
musst dich schon an mir festhalten, sonst fällst du noch runter.“
Aus
einem Augenwinkel sah ich wie er zum Boden hinabsah. Kurz darauf spürte ich,
wie er zu mir rutschte und dann ganz langsam seine Arme um meine Taille
schwang. Ich spürte seinen Atem in meinem Nacken und ich kriegte eine
Gänsehaut. So nah waren wir uns noch nie. Okay die letzten beiden Male küssten
wir uns. Aber die Küsse waren kurz und mir war vor lauter Schmetterlinge im
Bauch und der wilden Autofahrt schlecht. Das heute war anders. Heute brannte
die Sonne auf unsere Haut. Mit wenig Kleider am Körper, sassen wir uns so nahe
wie noch nie.
Noch
bevor jemand meine hühnerhaut bemerken konnte, gab ich Shadow das Zeichen um
loszugehen. Zuerst ritten wir im gemütlichen Schritt durch den Wald.
„Wollen
wir einen Zahn zulegen?“ Fragte Oliver in die Runde. Ich merkte wie sich Liam
seine Muskeln merklich anspannte. Ihm schien die Vorstellung durch den Wald zu
Galoppieren, nicht halb so viel Spass zu bereiten, wie uns anderen.
„Keine
Angst ich werde auf dich aufpassen. Versuche gerade zu bleiben und wenn du
denkst das du runterfällst gib Bescheid, dann werden wir wider langsamer okay?“
Ich
merkte wie Liam noch näher zu mir heran rutschte. Sein Oberkörper presste er
nun, fest an meinen Rücken. Seine Arme hielten meine Taille, fest umschlungen.
Diese Nähe fühlte sich so gut an, dass sie mich fast verrückt machte. Ich gab
Shadow den Befehl um anzugaloppieren, was dieser auch prompt tat. Shadow hatte
einen weichen Galopp, dies machte es auch angenehm, auf ihm ohne Sattel zu
reiten. Ich spürte das Liam noch immer nicht wirklich entspannt hinter mir
sass, aber immerhin fiel er nicht von Shadows Rücken. Als wir das Tempo wieder
verlangsamten, konnte man den See schon deutlich erkennen. Das Wasser strahlte
in einem hellen Türkis. Weit und breit war niemand zu sehen. So hatten wir den
ganzen See für uns. Der einstig war sehr flach, also liessen wir die Pferde
langsam hineingehen. Als Shadow bis zu seinen Knien im Wasser stand gab ich ihm
Zügel und er trank zuerst etwas Wasser und fing dann an mit seinem Mund, mit
dem Wasser zu spielen. So dass das Wasser Spritzte. Arabella klopfte freudig
mit ihrem Bein gegen das Wasser, was noch mehr spritzte. Ausgelassen fingen wir
an zu lachen. Inspiriert von unseren Pferden, rutschten wir von ihren Rücken
und machten mit bei der Wasserschlacht. Wir bespritzten uns gegenseitig mit
Wasser und kicherten dabei ausgelassen. Plötzlich stand er vor mir. Ich konnte
deutlich seine durchtrainierten Arme sehen. Und wow, seinen durchtrainierten
Oberkörper, an dem sich deutlich ein Sixpack abzeichnete. Für eine Sekunde
blieb mir der Atem weg und ich starrte ihn einfach nur an, ohne mich zu
bewegen. Dies nutzte er gleich und umfasste meinen Hals mit seinem starken Arm
und nahm mich in den Schwitzkasten. Ich hielt die Luft an, während er mir das
Wasser in mein Gesicht spritzte. Dann liess er mich wieder los und umfasst mit
beiden Händen mein Gesicht. Diesmal war seine Berührung sanft. Sie war so
sanft, so dass ich sie fast nicht spüren konnte. Mit seinen schönen braunen
Augen schaute er tief in meine.
Da
passierte es. Arabella stupste mich von hinten, mit ihrem Kopf an, so dass ich
flach ins Wasser viel. Als ich wieder auftauchte sah ich das Liam sich köstlich
über meinen Sturz ins Nass amüsierte. Um seine Augen bildeten sich kleine
Lachfältchen. Aber viel Zeit um schadenfroh zu sein, blieb Liam nicht. Denn von
hinten näherte sich ihm schon Oliver, der ihn gehörig nass spritzte.
Nachdem
wir alle genug vom Wasser hatten, versammelten wir uns an dem Ufer.
„Wir
müssen zurück, bald geht die Sonne unter und dann müssen wir unbedingt wieder
beim Lagerplatz sein.“
Oliver
hatte recht. Schnell hüpften wir wieder auf die Pferde und ritten zurück zu den
Zelten.
Als
wir dort ankamen versorgten wir zuerst die Pferde, Liam half fleissig mit und
zeigte ganz stolz was er vom letzten Mal noch alles wusste.
Als
die Pferde versorgt auf der provisorischen Koppel standen, machten wir es uns
am Boden gemütlich. Oliver entfachte mit Liam das Lagerfeuer erneut.
Ich
und Aline sassen auf dem Boden und beobachteten die Jungs.
„Wie
läuft es mit Liam?“ Wollte Aline nach langen schweigen Wissen.
„Ich
weiss nicht. Seit der Schiesserei, haben wir uns nicht mehr gesehen. Wir
schreiben zwar ab und zu miteinander, aber meist unbedeutendes Zeugs. Wenn ich
bei ihm bin, könnte ich fast vergessen was er unserer Familie angetan hat, aber
eben nur fast. Ich könnte ihn nie zu uns nachhause mitnehmen.“
„Aber
schau mal, es ist doch nicht Liams schuld, dass dein Vater die Bilanzen
manipuliert hat. Ja er arbeitet bei der Polizei und ja er war in dem Team das
deinen Vater festgenommen hat, aber denkst du nicht, dass sie es verstehen
würden, dass er nur seinen Job gemacht hatte.“
„Nein.“
„Wieso
siehst du das ganze denn nicht einfach als Ferien vor der Realität.“
„Weil
als ich das letztemal Ferien vor der Realität gemacht habe, angeschossen
wurde.“
„Punkt
für dich.“
Irgendwie
hatte Aline ja schon recht. Wer sagt dass ich Liam überhaupt jemals der Familie
vorstellen müsste. Vielleicht konnte er ja einfach mein Geheimnis bleiben. Mein
unglaublich sexy Geheimnis. Ich beschloss für heute die Zukunft, die Zukunft
sein zu lassen und einfach das hier und jetzt zu geniessen.
Oliver
brachte vier Biere aus der Kühlbox. Er verteilte sie, zuerst eines für Aline,
dann eines für mich und dann eines für Liam. Dieser lehnte jedoch dankend ab,
mit der Begründung dass er noch Fahren müsse.
„Ach
ja manchmal vergesse ich das du ja ein Bulle bist du alle Regeln richtig ernst
nimmst.“
Und da war sie schon wieder, die liebe Realität.
Und so geht es weiter: Kapitel 8 Pferdestarke Liebe (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)
Eure Ava Meier versucht zu schreiben...
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