Happy End. Oder doch nicht?


Nachdem ich meine Protagonisten interviewt habe und so meine Motivation wiedergefunden hatte, stehe ich nun kurz vor dem Ende der Geschichte. Aber wie gelingt einem ein gutes Ende?

Was braucht ein Ende? Ich meine, immerhin bleibt den meisten das Ende im Gedächtnis. Ja, probiere es ruhig aus, oft bleibt einem der Anfang und das Ende einer Geschichte.

Der Anfang entscheidet oft darüber, ob man der Geschichte eine Chance gibt. Wen man das Buch dann bis zum Ende gelesen hat, möchte man mit einem guten Ende für die investierte Zeit belohnt werden. Dies gelingt am besten mit einer Erkenntnis, die der Leser aus der Geschichte gewinnt.

Mit den Enden einer Geschichte tue ich mich immer besonders schwer, denn alle Handlungsstränge aufzulösen, ohne an Spannung zu verlieren, fühlt sich zumindest bei mir an wie ein Seiltanz mit einem Stapel Büchern in der Hand.

Natürlich verändern sich die Figuren im Laufe der Geschichte. Denn durch die spannenden Handlungsstränge müssen sie über sich hinauswachsen und dies hinterlässt natürlich Spuren. Diese sollten am Ende der Geschichte klar ersichtlich sein.

Enden sollte eine Geschichte ja auch nicht vorhersehbar, sondern überraschen und bis zum letzten Satz spannend. Dabei sollten aber keine Fragen mehr offenbleiben. Das ist gar nicht so einfach, dies zu gestalten, ohne an Spannung in der Geschichte zu verlieren. Denn nichts ist langweiliger, weder wenn der Leser einfach nur eine Auflösung nach der anderen zu lesen bekommt.

Dies ist natürlich hier viel einfacher geschrieben als dann tatsächlich in der Geschichte umsetzbar.

Darum ist es meiner Meinung nach auch so wichtig, dass ich für meine Geschichten einen Plot erstelle. So habe ich immer schon einen Plan, wann welcher Handlungsstrang aufgelöst wird. Und kann mir da schon Gedanken machen, wie ich die Spannung bis zum Schluss beibehalte.

Aber selbst mit einem Plot tue ich mich schwer mit einem Ende. Denn ein gutes Ende kann deine Leser begeistern. Und was gibt es Schöneres als ein begeisterter Leser, der mehr von dir lesen möchte.

Das Problem, das sich bei meinen Enden immer wieder einschleicht ist, beim Plotten kenne ich meine Figuren schon recht gut, da ich ja immer einen Charakterbogen für sie erstelle, aber während der Geschichte lerne ich meine Figuren immer besser kennen und sie verändern sich natürlich auch. Auf einmal passt das Ende dann nicht mehr zur Geschichte und man muss wieder ein vollkommen anderes Ende parat haben. Passiert dir dies auch? Lase es mich doch in den Kommentaren wissen.

Checkliste für das Ende:

Bleiben keine Fragen mehr offen?

Habe ich bis zum letzten Satz Spannung in der Geschichte?

Kommt das Ende unvorhersehbar?

Ist das Ende aber dennoch logisch? Sprich wurde es in der Geschichte durch nun erkennbare Hinweise vorbereitet?

Sind alle meine Figuren über sich hinausgewachsen und haben sich sichtlich weiterentwickelt?

Gewinnt man eine Erkenntnis aus der Geschichte?

Hast du noch Tipps? Falls ja, würde ich mich natürlich freuen, wenn du diese in den Kommentaren mit uns teilst.

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Gefühle durch Schreiben erzeugen. (ava-versucht-zu-schreiben.blogspot.com)

Liebe Grüsse und hoffentlich bis zum nächsten Mal.

Eure Ava Meier versucht zu schreiben…

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