Interviewe deine Protagonisten


Einen Knopf im Kopf. Eine Schreibblockade. Wie auch immer man es nennen möchte, ich komme mit meiner Geschichte verflixte Bündnerliebe einfach nicht weiter.

Durch einen Jobwechsel habe eine lange Pause beim Schreiben eingelegt und nun finde ich nur harzig in die Geschichte zurück. Da sie mir aber doch am Herzen liegt, möchte ich sie natürlich trotz allem zu Ende schreiben.

Ich habe im Internet gelesen, das manche ihre Hauptfiguren zum Interview einladen. Deshalb dachte ich mir, schaden tut es bestimmt nicht, wenn ich meine Hauptfiguren ein bisschen besser kennenlerne. Deshalb lud ich Andrin Kindschi und Luana Weber also zu mir ein. Die Geschichte Bündnerliebe: (Link wird natürlich hinzugefügt, sobald ich die Geschichte fertiggestellt habe.)

So sass ich nun da und stellte mir vor, dass Luana und Andrin mir gegenübersassen. Die erste Frage, die mir in den Sinn kam, war:

Wie hat euch die Geschichte verändert?

(Luana) Mir wurde während der Geschichte bewusst, dass ein Ziel vor Augen das Leben leichter macht. Denn wer ein Ziel hat, geht einen Weg. Wenn du das Ziel aber nicht mehr siehst, dann öffnen sich auf einmal viele Wege und das verunsichert, denn so kann man sich natürlich auch schnell verirren.
Ich musste lernen, die Angst vor dem Irren oder Verirren dazugehört, einem aber nicht daran hindern sollte, denn Weg dennoch zu beschreiten.

(Andrin) Ich habe gelernt Verantwortung zu übernehmen. Das ist nicht so einfach, wie man das hier schreiben kann. Denn es geht nicht nur darum, dass man Verantwortung übernimmt, sondern das man sie im richtigen Masse übernimmt. Manche sehen die Sachen zu locker und übernehmen keine Verantwortung für sich und ihr Handeln. Da bin ich ganz anders, auf meinen Schultern lastet mehr Verantwortung, als ich tragen könnte oder auch übernehmen müsste. Ich habe gelernt das es okay ist, mal einen Schritt zurückzutreten und die Sache etwas gelassener zu betrachten.

 

Was würdet ihr an der Geschichte ändern?

(Andrin) Ein weniger offenes Ende.

(Luana) Ich wäre dafür das sie mehr Romantik enthalten würde. Mit der Hochzeit meiner Schwester, dem Bergpanorama und Andrin und mir hätte man eigentlich die perfekte Kombination, um ein richtig schnulziger Liebesroman daraus zu machen.

 

Was gefällt euch an der Geschichte:

(Luana) Das beide Figuren über sich hinauswachsen. Sie sind völlig fremde, berühren aber beim andern denn Punkt, denn dieser gerade braucht, um über sich hinauszuwachsen.

(Andrin) Die Geschichte ist aus dem Leben. Weder besonders dramatisch noch irgendwie sonst aufgeblasen. Ich denke mit den Problemen, mit denen wir uns in der Geschichte herumschlagen, kämpfen viele Personen. Verantwortung und die Angst man hätte versagt oder was andere über das eigene Versagen denken ist vermutlich fast jedem ein Begriff. Die Geschichte zeigt wie wir einen Weg suchen und dann einschlagen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Obwohl ich meine Figuren alles Fragen könnte, vielen mir nicht mehr Fragen ein. Dafür war meine Inspiration zurück und ich fand wieder in die Geschichte.

Hast du auch schon einmal deine Hauptfiguren interviewt?

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